Den heutigen Blogbeitrag widme ich dem Thema ‚Transformation‘.

Ich wache morgens nicht auf und sehe anmutig aus. Ich glaube, das tue ich nie.
Meistens erwache ich mit geschwollenen Augen, blasser Haut und meine Haare sehen schlimmer aus als ein Vogelnest.
Aber wisst ihr was? Wir alle tun das. Ist das nicht irgendwie beruhigend? :)

Ich gebe zu, dass ich manchmal schlechte Haut oder dunkle Schatten unter meinen Augen habe, die mich wie einen Geist aussehen lassen. Und alles in allem kann ich mich dazu noch chronisch müde fühlen. Aber das ist ok. Weil ich weiß, dass ich in der Lage bin um Dinge zu tun, mit deren Hilfe ich meinen physischen und meinen mentalen Zustand verändern kann um so den Sprung auf die nächste Ebene zu schaffen.

Wir können tun, was wir tun müssen, damit wir uns besser fühlen. (Und wir müssen auch keine Vogelscheuche bleiben, wie in meinem Beispiel oben …;))

Nach meinem ersten Matcha-Drink am Morgen kehren die Lebensgeister so langsam wieder zurück, und wenn ich dann auch noch Zeit für mein Yogatraining hatte, dann ist das umso besser.
Und natürlich gibt es dann auch diese wundervollen Zaubermittel, die sich Make-up Haarbürste nennen, die auch äußerlich etwas Magisches bewirken können – aber heute möchte ich eigentlich mehr über die Transformation sprechen, die sich im Inneren abspielt.

Jeden Tag bekommen wir neue Möglichkeiten. Jeder Tag bringt neue Chancen. Jeder Tag kann ein Segen für einen Neuanfang sein. Jeden Tag haben wir die Wahl, etwas zu verändern. Jeden Tag können wir entscheiden, wohin wir in unserem Leben gehen wollen.

 

Die Legende des Phönix

Der Phönix ist ein mythischer Vogel der in der Arabischen Wüste lebte. Und jedes Mal wenn er spürte, dass sein eigener Tod näher kam, ließ er sich selbst freiwillig in Flammen aufgehen um in ihnen zu sterben – nur um dann aus seiner eigenen Asche in einer neuen Gestalt wieder aufzuerstehen.

Der Phönix symbolisiert Reinkarnation, Auferstehung, Unsterblichkeit, den unzerstörbaren Geist und das ewige Leben der Seele, sowie die Bereitschaft, sich der Veränderung, der Transformation, dem Übergang und der Wiedergeburt zu öffnen und die natürlichen Zyklen von Leben und Tod zu akzeptieren.

 

Der Zyklus als Muster

Zum Beispiel können wir dieses Muster des Phönix im täglichen Leben in Beziehungen, bei der Arbeit oder in unseren eigenen Interessen sehen.

Wie oft musste man eine Trennung durchmachen, nur um herauszufinden, dass sie geholfen hat stärker zu werden? Wie oft musste man einen neuen Job anfangen, nur um herauszufinden, dass man jetzt viel Erfahrung hat? Wie oft schon hatte man plötzlich Interesse für etwas neues und das alte „Ding“ hat plötzlich nicht mehr so viel Spaß gemacht, aber man weiß jetzt alles darüber?

Das nennt man Leben. Und in unserem großen Kreislauf des Lebens gibt es unzählige kleine Zyklen für sich, die ebenso nach diesem Muster von Geburt – Leben – Tod – Wiedergeburt verlaufen.

Wir lernen und machen Erfahrungen, wir erleben und wir lassen los, und wir finden auch immer etwas Neues.

 

Nutze den Zyklus

Lasst uns diese Gedanken ein wenig weiter überdenken: Was, wenn wir eben kein Sklave des jeweiligen Zyklus sind, in dem wir uns gerade befinden?
Was wäre, wenn wir uns immer bereitwillig dazu entschließen könnten/würden, einen alten Zyklus dieser kleineren Zyklen des Lebens ’sterben‘ zu lassen um unsere eigene Wiedergeburt zu erzwingenn und um ‚jemand Neues‘ zu werden, was uns folglich direkt auf den Weg hin zu unserer eigenen Lebensaufgabe führen könnte?

Lasst uns vom Phönix inspiriert werden, der keine Angst vor den verzehrenden Flammen hat. Der sich tapfer dem Feuer der Verwandlung hingibt, weil er weiß, dass immer etwas Neues kommen wird.

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Ich kann gare nicht mehr mitzählen, wie oft ich mich persönlich in den letzten Jahren neu erfunden habe, wenn es jetzt allein nur um den Aspekt des ‚Aussehens‘ geht. Wenn ihr nur mal durch meine Blog-Archive stöbert, dann wird dir das sicherlich auch auffallen.
    Ich bin ein Model für Vintage, Retro, Pinup, Alternative und Mode. Ich bin auch eine stolze Couch-Potatoe. Ich bin eine Yogalehrerin. Ich bin eine Yogaschülerin. Ich bin eine Tochter. Ich bin eine Partnerin. Ich bin zurückhaltend. Ich bin wagemutig. Ich kichere viel. Ich grüble. Ich bin ein Einsiedler, obwohl ich gerne auf der Bühne bin. Ich bin schüchtern und ich bin auch aufgeschlossen.
    Jeden Tag bin ich jemand anderes und ich habe gelernt, mit dieser Tatsache zu leben. Es ist in Ordnung, sich jeden Tag anders zu fühlen. Ich habe so viele Aspekte in mir – wie jeder andere auch – aber ich habe keine Angst mehr, diese Aspekte zu zeigen. Jeden Tag ein anderer davon.
  • Nach einigen Jahren Yogapraxis wachte ich eines Tages plötzlich mit dem Wunsch und der Absicht auf, Yogalehrerin zu werden. Ich erinnere mich, dass mir daraufhin damals ein paar Leute versuchten folgendes zu sagen: ‚Warum würdest du das tun wollen, du hast doch schon einen Job ‚,‘ Du bist zu alt (!) um nochmal von vorne zu beginnen ‚, oder ‚Das ist eine dumme Idee‘, – aber kann etwas, das ich so tief in meinem Herzen brennen gespürt habe, jemals ein Fehler sein? Ich bin so froh, dass mal wieder nicht auf die Meinung von anderen gehört habe und dass ich in diesen neuen Zyklus meines Lebens eingetreten bin. Und jetzt lebe ich einen meiner Träume, indem ich Yoga unterrichte. (Bald werde ich euch ein bisschen mehr und genauer darüber erzählen, wie das alles passiert ist. Behaltet also die kommenden Blogposts im Auge …;))
  • ‚Sich selbst in eine Schublade stecken‘ kann eine Form von ‚Stagnation‘ sein. Sich an etwas festzuklammern wird niemals Sicherheit im Leben geben. Stattdessen wird das Festklammern letztendlich nur das Leben aussaugen und uns daran hindern, dass die eigene schöpferische Lebenskraft uns den Weg in die richtige Richtung zeigen kann.
  • Sogar ein tiefer, dunkler emotionaler Abgrund nach einer Zeit des ungewollten Versagens bringt ausnahmslos neue Möglichkeiten.
    Denke immer daran: Wenn man in ein pechschwarzes Loch fällt und untem am Boden hart aufknallt, dann tut man das nur, damit man Schwung holen kann um zurück nack oben zu federn – und diesmal höher, schneller und besser.

 

Warum es nicht schlimm ist das Interesse zu verlieren

Wer kennt das nicht: man hat ein lang ersehntes Ziel erreicht und plötzlich verliert man das Interesse an dem Vollendeten? Oder man war auf dem Weg zu diesem Ziel, und eines Tages ist man dann aufgewacht und hatte das Gefühl, kein Interesse mehr daran zu haben, um es letztendlich zu erreichen?

Der erste Schritt besteht darin, diese Gefühle anzuerkennen. Und zu verstehen, dass es in Ordnung ist, so zu fühlen. Wir alle haben diese Sinneswandlungen. Am einen Tag brennt man ganz und gar für etwas, und am nächsten Tag tut man es einfach nicht mehr. Daran ist nichts verkehrt. Man hat dann einfach nur eine neue Stufe des Lebens erreicht und das alte Leben hat seinen Zweck erfüllt (wahrscheinlich gab es auf diesem Weg auch wieder einiges zu lernen), und danach ist man dann wieder frei um etwas Neues zu finden für das man brennen kann.
Die alte Form des Selbst darf dann sterben und man kann sich völlig neu erschaffen. Ist das nicht wunderbar? Denkt mal nur über die tollen Möglichkeiten nach.

Wenn ich persönlich für ein neues Hobby, einen neuen Stil oder eine neue Gewohnheit brenne, dann entscheide ich mich freiwillig dazu mich dem vollständig hinzugeben, selbst wenn das bedeutet, dass ein Teil oder ein Aspekt von mir sterben muss. Und das tue ich dann auch nur so lange, wie ich auch wirklich dafür brenne, und bis ich etwas anderes finde, das mein Interesse erweckt. Dies kann eine Arbeit, ein Lebensstil, eine Angewohnheit, ein Musikgeschmack oder irgendetwas anderes sein.

Es geht darum, den höheren Willen der eigenen Seele zu manifestieren. Es geht darum, der inneren Stimme zu folgen. Es geht darum, sich selbst auszudrücken.

 

Meine heutige Botschaft

Sei mutig das eigene Leben neu zu kreieren, immer und immer wieder!
Zu verstehen, dass wir alle die Kraft haben, unser eigenes Leben mit jedem seiner Zyklen neu zu erschaffen, ist ein wunderbares, ermächtigendes und schöperisches Geschenk. Man übernimmt damit die Verantwortung für das eigene Leben anstatt es dem Zufall zu überlassen, oder gar den Regeln von anderen.

Lasst uns aus unseren alten, überlebten Mustern ausbrechen und uns selbst neu erschaffen, auch wenn dies bedeutet, dass ein alter Teil oder ein Aspekt von uns dafür sterben muss. Und auch wenn das bedeutet, dass wir uns immer wieder neu erfinden müssen.

Sei immer authentisch und fürchte dich nicht davor, das neue Selbst den Menschen zu zeigen, die dir nahe stehen. Denn wenn sie dich wirklich lieben, dann werden sie auch bleiben und Verständnis zeigen.

Werde zu dem, was du schon immer sein wolltest, und beginne jetzt gleich damit die ersten kleinen Schritte in diese Richtung zu gehen. Es ist eine wunderbare Idee, sich ein wenig Zeit zu nehmen (auch wenn das nur ein paar wenige Minuten bei einem Morgenkaffee sind), um sich seiner eigenen Absichten klar zu werden und Vorhaben für den Rest des Tages oder der Woche festzulegen.

 

Diese Fragen könnten dir auch dabei helfen, einen neuen Zyklus ins Leben einzuladen:

Wer will ich sein?
Was liebe ich (zu tun)?
Was will ich loslassen?

 

Sei großartigt in allem, was du tust, und hab keine Angst davor immer wieder aus der Asche aufzuerstehen.

Alles Liebe,
deine Phönix, a.k.a.

:)

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(Ursprünglich veröffentlicht am 07.11.2017 auf The Vintage Romance.)

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